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Bundessängerfest in Molbergen auf Juni 2023 verschoben

Die Pandemie hat die musikalische Vorbereitung verhindert. In der Regel dauere es ein Jahr, das Repertoire aufführungssicher einzuüben. Die organisatorische Planung für das Fest stehen aber.

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Zuversichtlich: Martin Papenbrock, Ria Deeken (Mitte) und Monika Middendorf berichteten über die Verschiebung des Bundessängertreffens in Molbergen.   Foto: Heinzel

Zuversichtlich: Martin Papenbrock, Ria Deeken (Mitte) und Monika Middendorf berichteten über die Verschiebung des Bundessängertreffens in Molbergen.   Foto: Heinzel

Das ursprünglich für den Mai geplante Treffen des Sängerbundes "Heimattreu" Cloppenburg ist auf das nächste Jahr verschoben worden. "Wir starten 2023 den dritten Versuch", sagt Ria Deeken, sie dirigiert die beiden Chöre in Molbergen, welche das Bundessängerfest ausrichten werden. Geplant ist nun, das Event am 3. und 4. Juni durchzuführen. Molbergen wäre damit zum siebten Mal Gastgeber dieser Veranstaltung. Bereits in den Jahren 1936, 1957, 1967, 1988, 1997 und 2001 begrüßten die Molberger zahlreiche Chöre und Musikvereine zu dem Event, das erstmals 1922 in Löningen veranstaltet wurde.

Der Grund für die erneute Verschiebung des Bundessängerfestes sind – wie bereits 2020 und 2021 – die Pandemie und die in dieser Zeit geltenden Beschränkungen. Eine vernünftige Vorbereitung sei so nicht möglich. Aktuell finden nach der Öffnungsphase zwischen Juni und Dezember 2021 keine Übungsabende statt. Und während dieses halben Jahres waren es getrennte Übungsabende. „Wir sind zum Nichtstun verurteilt“, sagt Martin Papenbrock, seit 2007 Liedervater des MGV "Frohsinn" Molbergen, über die derzeitige Situation. Ria Deeken meint, dass es unter normalen Bedingungen etwa 1 Jahr dauere, bis das Repertoire aufführungssicher sitze. Hinzu komme die Ungewissheit, welche Bestimmungen für solche Großveranstaltungen im Mai gelten würden, so Monika Middendorf, die Liedermutter des Frauenchores Molbergen. Daher habe man sich für eine Verschiebung entschieden.

Molberger Chöre wollten ihre großen Jubläen feiern

Ursprünglich sollte Molbergen 2021 das Bundessängerfest ausrichten – doch Corona sorgte dafür, dass es anders kam. Die Folge: Beide Chorjubiläen können nicht im Rahmen des Sängerfestes gefeiert werden. Letztes Jahr wurde der 1971 gegründete Frauenchor 50 Jahre alt. 2022 ist für den MGV „Frohsinn“ Molbergen, der bereits im 19. Jahrhundert gegründet wurde, ein Jubiläumsjahr. Der Verein plante sein 125-jähriges Bestehen im Rahmen des Bundessängerfestes zu begehen. Wie und ob das Ereignis in diesem Jahr nun gefeiert wird, ist noch unklar. Es stehen Überlegungen im Raum, eine nicht öffentliche Veranstaltung zu organisieren.

Die 24 Männer des MGV „Frohsinn“ und die 50 Frauen des Frauenchores Molbergen sind zwar zwei rechtlich und organisatorisch eigenständige Vereine, doch bilden sie seit 2008 durch ihre gemeinsamen Übungsabende eine Art Chorgemeinschaft. Sie proben immer montags zwischen 20 und 22 Uhr im Molberger Pfarrheim. Genauer gesagt im Pfarrer-Wente-Saal. Noten und Klavier sind hier bereits untergebracht. „Es ist unsere neue Heimat“, meint Ria Deeken und fährt fort: „Die Akustik ist sehr gut.“ Monika Middendorf ergänzt: „Es ist ein kleines Paradies hier unten.“

„Das wird toll - mit schwungvollen Liedern.“Dirigentin Ria Deeken über die geplante Messe am zweiten Tag des Bundessängertreffens 2023

Der Ablauf des Bundessängerfestes hat sich bewährt und wird inhaltlich durch die Gastgeber gestaltet. Am Samstagabend startet das Fest mit einem Wunschkonzert. In diesem Fall umgesetzt durch die beiden Chöre zusammen mit dem Musikverein Molbergen. Am zweiten Veranstaltungstag geht es mit der Begrüßung der Gastchöre durch die Ausrichter los. Aktuell besteht der Verband aus fast 30 Chören mit rund 900 Mitgliedern. Anschließend findet die durch die Chöre gestaltete Messe statt. „Das wird toll – mit schwungvollen Liedern“, sagt Ria Deeken. „Ich habe einen tollen Organisten und ein tolles Team.“ 

Jeder Chor steht auf der Bühne

Nach der Messe gebe es einen Umzug durch das Dorf bis hin zum Festplatz. Dieser werde voraussichtlich hinter der Turnhalle bei der Grundschule in Molbergen liegen. Dort werde es Reden, Ehrungen und vor allem Lieder geben. „Jeder Chor hat seinen Auftritt und gibt ein Lied zum Besten“, berichtet Monika Middendorf. Dafür werde die Sängermuschel des Sängerbundes „Heimattreu“ aufgebaut.

„Das ganze Dorf macht mit.“Monika Middendorf, Liedermutter Frauenchor Molbergen

Im Herbst sollen die organisatorischen Arbeiten wieder anlaufen. „Wir fangen nicht bei Null an“, sagt Martin Papenbrock. „Die Grundplanung steht, samt der Orgateams.“ Die Musiker seien ja nicht alleine in die Veranstaltung eingebunden. „Das ganze Dorf macht mit“, sagt Monika Middendorf und nennt beispielhaft die Landfrauen, die Feuerwehr und das DRK.

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