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Bitte lächeln: Anne Rinklake startet eine Bildersammlung

Die Buchhändlerin aus Damme möchte Corona trotzen. Sie ruft dazu auf, Bilder mit lächelnden Gesichtern zu basteln, malen oder zeichnen. Die sollen dann öffentlich ausgestellt werden.

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Eine neue Aktion: Anne Rinklake möchte mit Bildern, die ein Lächeln zeigen, den Alltag ein bisschen fröhlicher machen. Foto: Lammert

Eine neue Aktion: Anne Rinklake möchte mit Bildern, die ein Lächeln zeigen, den Alltag ein bisschen fröhlicher machen. Foto: Lammert

Anne Rinklake sucht Lächeln und hofft, ganz viele von ihnen zu finden. Die Inhaberin der Buchhandlung „Im Alten Rathaus“ in Damme, die in jüngster Vergangenheit mit zwei Mal- und Bastelaktionen zur Raupe Nimmersatt sowie zu Jim Knopf für Aufsehen gesorgt hatte, und ihr Mann Stefan haben sich was Neues ausgedacht. Dieses Mal heißt es „Lächeln gesucht und gefunden“.

„Seit mehr als einem Jahr sehen wird kein Lächeln mehr, weil wir alle Masken tragen“, sagt die Buchhändlerin. Zu erkennen seien lächelnde Maskenträger allenfalls an den Augen.

Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Nun hat Anne Rinklake alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Bilder mit lächelnden Gesichtern zu basteln, malen oder zeichnen und im Geschäft abzugeben. Sie wird dafür sorgen, dass die Bilder überall in Damme verteilt und aufgehängt werden. Das Format, in dem die Bilder entstehen sollen, ist DIN A 4. Ob Papier oder Karton spielt keine Rolle.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei der Gestaltung der Gesichter. Die bereits eingetroffenen Bilder reichen von Gesichtern, die mit wenigen Strichen unifarben gezeichnet sind, bis hin zu aufwendig gestalteten. Ganz wichtig ist Anne Rinklake eines: Die Bilder sollen nicht nur für einen Tag aufgehängt werden, sondern über einen längeren Zeitraum. Ihr schwebt vor, die Aktion noch den Rest des Jahres laufen zu lassen.

Idee durch das Buch "Lächeln gesucht und gefunden"

Entsprechende Gespräche, wo die Bilder einen Platz finden können, hat Anne Rinklake geführt. Und das offenbar recht erfolgreich. Die Bilder sollen sich zum Beispiel in Geschäften, im Krankenhaus St. Elisabeth, in Gebäuden der beiden örtlichen Kirchengemeinden, Senioreneinrichtungen, Kreditinstituten oder auch Arztpraxen finden. Eines ist Stefan Rinklake in dem Zusammenhang wichtig: Die großen und kleinen Künstler werden ihre Bilder am Ende der Aktion nicht wieder zurückbekommen. Das wäre ein zu großer Aufwand.

Wie kamen die Rinklakes auf die Aktion? Auf die Idee hat sie das Buch „Lächeln gesucht und gefunden“ Sophia Schoenwalds und Anita Schmidts gebracht. Es handelt von einem kleinen Bären, der in einen Teich schaut und ein Lächeln sieht. Er erkennt nicht, dass es sein Lächeln ist und begibt sich auf die Suche, wem es gehört.

Rinklake hofft auf große Resonanz

Im Endeffekt hofft Anne Rinklake auf eine ähnlich große Resonanz wie bei den beiden anderen von ihr mitinitiierten Aktionen. Bei der um die Raupe Nimmersatt hatten Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2019 rund 3300 Einzelbilder abgegeben. Sie alle hatte Stefan Rinklake seinerzeit im Rahmen der Frühjahrsveranstaltung „Damme blüht auf“ in der Innenstadt zu einer etwa 540 Meter langen „Raupe“ zusammengefügt.

Im vergangenen Jahr sollte eine Aktion mit dem Thema „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ folgen. Interessierte waren aufgerufen, Eisenbahnwagen zu malen. Auch diese Bilder wollte Stefan Rinklake in der Innenstadt präsentieren – als ziemlich langen Zug. Nur kam der nie in Fahrt, weil die Corona-Pandemie den Rinklakes die Weiche in Richtung Abstellgleis stellte. Anne Rinklake sagte, bei ihr seien im Zuge dieser Aktion 500 Bilder eingetroffen. Sie wisse von weiteren, die noch anderswo lagerten. Alle sollen bei der nächsten großen Veranstaltung in der Innenstadt präsentiert werden.

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