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Bildband "Langförden gestern & heute" geht am 1. Dezember in den Handel

Heinz Hartmann und Willi Baumann haben das Werk erarbeitet. In Dinklage wurde das Buch gedruckt. Nun kümmert sich der Buchbinder um das Cover.

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Freuen sich über den Bildband (von links): Matthias Heimann (Druckerei Heimann), Fotograf Heinz Hartmann, Autor Willi Baumann (Heimatverein Langförden) und Ronald Bötefür (Druckerei Heimann). Foto: Heinzel

Freuen sich über den Bildband (von links): Matthias Heimann (Druckerei Heimann), Fotograf Heinz Hartmann, Autor Willi Baumann (Heimatverein Langförden) und Ronald Bötefür (Druckerei Heimann). Foto: Heinzel

Der Druck des Bildbandes "Langförden gestern & heute" läuft. Die Auflage wird bei 750 Stück liegen. Das Werk hat 276 Seiten mit mehr als 300 Fotos, ergänzt durch "kurze informative Texte", sagt Willi Baumann. Verkaufsstart werde am 1. Dezember sein. Erhältlich sein werde das Fotobuch (Preis: 15 Euro) beim Heimatverein Langförden sowie bei fünf weiteren Verkaufsstellen in Langförden.

Willi Baumann ist kommissarischer Vorsitzender des Heimatvereins,  Leiter des Offizialatarchivs in Vechta und mitverantwortlich für das Buchprojekt. Die fünf Bauerschaften Holtrup, Bergstrup, Deindrup, Calveslage und Spreda sowie die drei Adelsgüter Bomhof, Strohe und Vardel hätten nicht extra berücksichtigt werden können, räumt Baumann ein. Denn könne er für das Werk mit Überzeugung werben.

Der Inhalt: Alte Aufnahmen werden in vier Kapiteln aktuellen Bildern gegenübergestellt. Unterteilt sind die Kapitel nach Straßenzügen. Jedem Abschnitt ist der Ausschnitt einer topographischen Karte von 2019 vorgeschaltet. "Im Maßstab 1:550", berichtet Willi Baumann, "so sind Gebäude und Straßen gut zu erkennen".

Kapitel eins etwa zeigt den Ortskern und die Hauptstraße; Kapitel zwei die Lange Straße und den Westeresch; Kapitel drei ebenfalls einen Teil der Langen Straße und den Bomhof. Das letzte Kapitel betrifft den Ortsteil östlich der Bundesstraße 69, also "Langförden Nord".

Die Bilder stammen zu einem großen Teil von Heinz Hartmann, der seit 45 Jahren die Entwicklung Langfördens fotografisch begleitet, sagt Willi Baumann. Aus mehr als 8000 Dias wählte Heinz Hartmann, der auch das Layout übernahm, die Bilder aus. Im März des letzten Jahres begann der Langfördener mit der Umsetzung des Projektes.

Luise Kunkemöller ist für Heinz Hartmann Langfördens erste Fotografin

In dem Band sind auch Aufnahmen, welche Luise Kunkemöller (1913 bis 2001) ab 1930 gemacht hat. "Die Fotos waren sehr wertvoll für uns", meint Heinz Hartmann und nennt sie Langfördens erste Fotografin. "Die Dame imponiert mir", sagt er und fährt fort: "Sie hatte einen Blick für das richtige Motiv." Mit 17 Jahren begann Luise Kunkemöller ihren Heimatort fotografisch zu dokumentieren.

Luise Kunkemöller (links) mit Familie und Matrosenbesuch vor der Gastwirtschaft und dem Colonialwarengeschäft Hermann Borgerding (rechts). Foto: Heimatverein LangfördenLuise Kunkemöller (links) mit Familie und Matrosenbesuch vor der Gastwirtschaft und dem Colonialwarengeschäft Hermann Borgerding (rechts). Foto: Heimatverein Langförden

Ältere Aufnahmen wurden bei der Dinklager Druckerei durch Ronald Bötefür digital bearbeitet. Das bedeutet, die Bilder wurden aufgehellt, Staub und Kratzer entfernt oder eine gewisse Farbstichigkeit korrigiert. "Man darf aber durch die Bearbeitung nicht den Charakter der alten Bilder zerstören", sagt Bötefür. Ein leichter Sepiaton gehöre einfach dazu.

"Man darf aber durch die Bearbeitung nicht den Charakter der alten Bilder zerstören."Ronald Bötefür, Druckerei Heimann

Über die Zusammenarbeit mit der Druckerei sagt Heinz Hartmann: "Die kurzen Wege waren sehr angenehm, genau wie der persönliche Kontakt." Matthias Heimann sagt: "Wir sind stolz darauf, solche Projekte umzusetzen." Und betont: "Wir produzieren alles selbst." Nur das Binden der Bücher übernehme eine Buchbinderei. Dort würden die Bögen jetzt gefalzt, geschnitten und gebunden.

Der Bildband werde als Hardcover hergestellt. Es handele sich dabei um einen 2,5 Millimeter dicken Pappeinband, der kaschiert wird. Das bedeutet, dass eine Schutzfolie über den Papiertitel gezogen und dann auf der Pappe aufgebracht werde. Willi Baumann erzählt, daher komme auch das umgangssprachliche Wort "kaschieren" in der Bedeutung von etwas verbergen, verhüllen oder bemänteln.

Der Buchdeckel des ab dem 1. Dezember erhältlichen Buches.Der Buchdeckel des ab dem 1. Dezember erhältlichen Buches.

Die verwendeten Luftaufnahmen seien zu einem großen Teil dem verstorbenen Heimatvereinsvorsitzenden Günter Staggenborg zu verdanken, der 2018 die Idee zu diesem Projekt gehabt habe. "Aus der Vogelperspektive lässt sich die Veränderung von Langförden sehr gut nachvollziehen", sagt Willi Baumann.

Ein halbes Jahr hat der Archivleiter an den Texten gefeilt. "Durch meine Arbeit habe ich den Ort noch einmal neu kennengelernt", sagt er. Seine erste Quelle war die Ortschronik Langförden von Rolf Cordes und Bernhard Ahlrichs. Doch diese endet mit dem Jahr 1990. Um diese Lücke von 31 Jahren zu schließen, griff der Archivleiter auf das Pressearchiv des Heimatvereins zurück – immerhin 34 Aktenordner voller Artikel über Langförden. Hinzu kamen weitere fünf Aktenordner aus dem Bestand von Heinz Hartmann. Willi Baumann ist auch der Stadt Vechta dankbar, welche ihm Bilder sämtlicher Baupläne zur Verfügung gestellt hatte, auch die aus der Zeit vor 1974, als Langförden noch eine eigenständige Gemeinde war.


Fakten zu Buch und Verkauf:

  • „Langförden gestern & heute“, Hardcover
  • 276 Seiten mit über 300 Bildern
  • Preis: 15 Euro

Verkaufsstellen in Langförden:

  • Volksbank Langförden, Hauptstraße 3
  • Landessparkasse zu Oldenburg, Lange Str. 33
  • Turm-Apotheke, Lange Str. 32
  • Schreibwaren Deux, Lange Str. 35
  • Bücherei St. Laurentius, Lange Str. 27
  • Heimatverein Langförden im Spieker, Am Meyerhof 4

Verkaufsstellen in Vechta:

  • Offizialatsarchiv, Karmeliterweg 4

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