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Best of Varieté: Standing Ovations für Künstler und ihre Darbietungen

Zauberei verquickt mit schrägem Humor, Handstandartistik, Einradkunst und noch vielem mehr bildete jetzt einen atemberaubenden und sehenswerten Abschluss der Lohner Kulturtage.

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Einradkunst mit den Farellos begeisterte die Besucher. Foto: Heinzel

Einradkunst mit den Farellos begeisterte die Besucher. Foto: Heinzel

Die 16. Lohner Kulturtage haben ein abwechslungsreiches Programm geboten. Sie endeten nun mit ihrer wohl spektakulärsten Veranstaltung. „Best of Varieté“ zog das Publikum im Lohneum mit Luft- und Handstandartisten, Jongleuren, Zauberern und Einradkünstlern in seinen Bann. Es war eine beeindruckende, verblüffende, mitreißende und teilweise atemraubende Show, die mit Standing Ovations honoriert wurde.

Moderator und Zauberer Thomas Otto verstand es geschickt, die Besucher einzubeziehen und schuf Übergänge zwischen den Showacts, die Gelegenheit zum Lachen und Staunen boten. So nahm er das Sakko eines Gastes, um es als Aschenbecher zu benutzen – ohne ein Loch hineinzubrennen.

Performances steigerten sich bis zum finalen Höhepunkt

Die Performances der Künstler steigerten sich bis zum finalen Höhepunkt. Den Auftakt machte Antje Pode, als sie zeigte, wie sie sich die Wartezeit auf ihren Zug vertreiben würde. Zwei Koffer und eine Handtasche balancierte sie auf ihren Füßen und setzte sie in Bewegung, während sie Früchte mit den Händen jonglierte, die sie zum Schluss in ihrer auf der Fußsohle stehenden Handtasche verschwinden ließ.

Ihr folgte der dynamische und mitreißende Auftritt des „Blues Brother“ Toke Reimann. Zur Musik von „Shake a tail feather“ und „Everybody needs somebody to love“ vollführte er mit sich und seinem „Cyr Wheel“ – sozusagen ein Rhönrad mit nur einem Reifen – die wildesten Kunststücke. Ein Hochgenuss für Augen und Ohren.

Reifen – also Hula-Hoop-Reifen – nutzte Viktoria Lapidus. Die Bewegungen ihres Körpers und die Reifen-Tricks waren dabei exakt auf die begleitende Musik abgestimmt. Mit ihren Gesten und Aktionen würzte die am Moskauer Staatszirkus ausgebildete Artistin ihre Darbietung mit viel Witz und unterhielt das Publikum mit humorvoller Körperkunst.

Antje Pode zeigte atemraubende Luftartistik unter den Hallendecke des Lohneums.
Foto: Heinzel
Danilo zeigte seine Handstandskunst, die Thomas Otto als poetische Körperkunst bezeichnete.
Foto: Heinzel
Antje Pode jonglierte mit ihren Füßen.
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Toke Reimann als Blus Brother im Ring.
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Viktoria Lapidus faszinierte mit ihren Hula Hoop Reifen.
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Claudius Specht – ein Schweizer Tempo-Jongleur.
Foto: Heinzel
Die Farellos mit ihrer erstaunlichen Einradkunst.
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Ein Sakko als Aschenbecher – ob diese Idee Löcher im Stoff hinterließ? Thomas Otto moderierte und zauberte zwischen einzelnen Künstlern.
Foto: Heinzel
Ein verblüffender Trick verbarg sich in der Papiertüte.
Foto: Heinzel
Bekamen für ihre Performance Standing Ovations.
Foto: Heinzel

Als vorläufig letzter Act vor der Pause trat Tempojongleur Claudius Specht auf. Der Schweizer wirbelte Keulen und Metallbecher schnell und mit steigenden Schwierigkeitsgraden durch die Luft. Die Hand-Auge-Koordination war beeindruckend.

Danilo Marder zeigte Handstandsequilibristik

Nach der Pause ging es direkt mit einem Knaller weiter. Danilo Marder zeigte Handstandsequilibristik – oder wie Thomas Otto es nannte: „Poetische Körperkunst“. Er demonstrierte eine unglaubliche Körperbeherrschung. Während seines Auftritts gab es nur geschmeidige und elegante Bewegungen. So wirkten die Figuren des dreimaligen Deutschen Meisters der Sportakrobatik beherrscht und schwerelos. Dann kam der zweite Auftritt von Antje Pode. Sie zeigte unter der Hallendecke des Lohneums atemraubende Luftartistik mit Überraschungselementen. Die Königin der Lüfte sorgte für Nervenkitzel, als sie ihren Fall nur kurz über dem Hallenboden stoppte.

Mit dem Auftritt der Farellos neigte sich der Abend schließlich seinem Ende entgegen. Was Toni Farello und Jaqueline als Frau Schmidt alles mit einem Einrad anstellen konnten, war verblüffend. Erst übersprang Toni Farello die auf dem Boden liegende Frau Schmidt, bevor er sie auf die Schulter nahm und sie dann gemeinsam Seilhüpfen vorführten. Und das Ganze auf eine sehr humorvolle Art. Kein Wunder, dass sie ihre Performance Einrad-Comedy nennen. Zum Finale kamen alle Künstler wieder auf die Bühne und wurden dort mit Standing Ovations der begeisterten Besucher empfangen.

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