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Beim Sprung ins Wasser ließ sich der Star doubeln

"Lilo" zeigt am Sonntag die Neuverfilmung: Züchterin Doris Rode-Rosga bringt "Lassies" Mutter zum Kinostart mit nach Löningen.

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Eingespieltes Team: Tiertrainerin Renate Hiltl hat „Bandit“ auf seine Auftritte im Film vorbereitet. Sie hat den Collie bei Doris Rode-Rosga in Berge gekauft. Foto: dpa / Hoppe

Eingespieltes Team: Tiertrainerin Renate Hiltl hat „Bandit“ auf seine Auftritte im Film vorbereitet. Sie hat den Collie bei Doris Rode-Rosga in Berge gekauft. Foto: dpa / Hoppe

Wer einen Collie beschreiben will, muss nur „Lassie“ sagen, dann ist alles klar. 1943 erschien der erste Film über die treue Hündin, die von ihren Besitzern weggeben werden muss, dann aber den Weg zurück nach Hause findet. In der deutschen Neuverfilmung des Klassikers ist es nicht anders. Am Sonntag zeigt das „Lilo“ in Löningen den Streifen.

Dabei sein wird auch „Clara“, die Mutter des vierbeinigen Hauptdarstellers . Der heißt in Wirklichkeit nicht „Lassie“, sondern „Bandit“. Gezüchtet wurde der drei Jahre alte Rüde von Doris Rode-Rosga aus Berge im Artland. Diese ist mächtig stolz auf ihren Nachwuchs. Er stammt aus dem ersten Wurf von „Clara“ und hat noch sieben Geschwister. Dass er offenbar über schauspielerisches Talent verfügt, behielt der Welpe erstmal für sich.

Auch als sich die renommierte Filmtiertrainerin Renate Hiltl den jungen Collie aussuchte, war die Leinwandkarriere nicht vorprogrammiert. Vor allem habe niemand wissen können, dass „Bandit“ einmal in die Pfotenspuren der großen „Lassie“ treten sollte. „Der Film war damals noch gar nicht geplant“, sagt Doris Rode-Rosga. Die Premiere fand im Februar kurz vor der coronabedingten Schließung der Kinos statt. Doris Rode-Rosga hat ihn schon gesehen und hält ihn für gelungen.

"Die Handlung konzentriert sich nicht nur auf das Tier. Das finde ich sehr gut".Doris Rode-Rosga, Hundezüchterin

„Die Handlung konzentriert sich nicht nur auf das Tier. Das finde ich sehr gut.“ Natürlich fieberte sie im Kino aber besonders mit,  wenn „Lassie“ auf ihrer abenteuerlichen Reise quer durch Deutschland eine brenzlige Situation nach der anderen überstehen muss – bis zum großen Happy End im Familienkreis.

„Bandit“ habe seine Rolle mit Bravour gemeistert, findet die Züchterin. Nur selten zeigte der Star Allüren. So weigerte er sich etwa, in einen See zu springen. Kein Problem für die Filmcrew. Aus Tschechien wurde einfach ein weniger wasserscheuer Collie geordert. Auch einige Laufpassagen absolvierte ein Double, damit „Bandit“ die Konzentration nicht verlor. In 90 Prozent der Szenen sei er aber zu sehen, betont Doris Rode-Rosga, die ihr Geld ebenfalls mit dem Hundetraining verdient.

Rasante Leistung: Collie Bandit“ spielt im Kinofilm Lassie, eine abenteuerliche Reise“, die Hauptrolle. Der junge Rüde wuchs im Artland auf.Foto:picture allianceTom TrambowWarner Bros. GmbHdpaRasante Leistung: Collie „Bandit“ spielt im Kinofilm „Lassie, eine abenteuerliche Reise“, die Hauptrolle. Der junge Rüde wuchs im Artland auf.Foto:picture alliance/Tom Trambow/Warner Bros. GmbH/dpa

Sie lobt ihre Berufskollegin, die während der Dreharbeiten keinen Druck auf den jungen Rüden ausübte. Das sei bei Collies auch gar nicht nötig. „Denn sie wollen ja so gern lernen und arbeiten.“ Für Anfänger seien die ursprünglich aus Schottland stammenden Hütehunde deshalb nichts. Und auch mit der Filmlassie haben sie nicht viel gemeinsam. Doris Rode-Rosga züchtet sie daher auch nicht regelmäßig.

Bisher hat der Film noch keinen neuen Collie-Boom ausgelöst, was die Bergerin überhaupt nicht schlimm findet. Trotzdem hofft sie, dass viele kleine und große Besucher sich das Abenteuer anschauen und auf diese Weise Kinos wie das „Lilo“ am Leben erhalten.   Um 15 Uhr werden sie und „Clara“ die Besucher vor dem Eingang begrüßen. Was die Mutter vom Rummel um ihren Nachwuchs hält, dürfte sie dann hinter ihren klugen Collie-Augen verbergen.

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