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Autor Arno Strobel begeistert seine Zuhörer in Dinklage

Die Lesung im Bussjans Hof war spannend, humorvoll und interessant. Der Schriftsteller stellte neben seinem neuen Buch Kurzgeschichten sowie Reime vor und trat mit seinen Lesern in einen Dialog.

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Besucher ließen sich an dem Abend ihre Bücher signieren. Foto: Heinzel

Besucher ließen sich an dem Abend ihre Bücher signieren. Foto: Heinzel

„Kurz spürt er den Widerstand von Haut und Muskeln, dann dringt der Stahl bis zum Schaft in ihren Körper ein.“ Mit diesem Mord beginnt das Buch „Mörderfinder: Die Macht des Täters“. Es ist das neue Werk von Arno Strobel. Der Autor gastierte auf Einladung der KÖB St. Catharina im Bussjans Hof in Dinklage. Aber es war keine 08/15-Lesung, sondern ein unterhaltsamer, kurzweiliger und informativer Abend mit Leseelementen, wobei Arno Strobel für Entertainment sorgte.

Zum Inhalt: Fallanalytiker Max Bischoff stößt in seinem 5. Fall an seine Grenzen und beginnt, an seinen Fähigkeiten und sich selbst zu zweifeln. Er kann sich nicht in den Kopf des Psychopathen hineinversetzen, die Grenzen von Realität und Traum lösen sich auf. Darüber hinaus gibt Arno Strobel nicht viel preis, außer dass an den Tatorten mit dem Blut des Opfers die Botschaft „Ihr fasst mich nicht“ geschrieben wurde, wobei diese Nachrichten die einzige Verbindung zwischen den einzelnen komplett unterschiedlichen Mordfällen darstellt.

Die Neugier ist geweckt und zahlreiche Besucher nutzen die Gelegenheit, das Buch zu kaufen und vom Autor signieren zu lassen. Arno Strobel versteht es, das Interesse der Zuhörer zu wecken. Geschickt wirft er einen Köder (Anfang des Buches) aus und holt die Leine langsam ein, indem er noch ein paar Information ergänzt, die dazu dienen, die Neugier zu steigern. Dabei baut er zwei Kurzgeschichten und einen kleinen Reim in die Buchpräsentation mit ein und beantwortet zusätzlich Fragen.

Arno Strobel zog die Besucher mit den ersten Seiten seines Buches Mörderfinder: Die Macht des Täters“ in seinen Bann. Foto: HeinzelArno Strobel zog die Besucher mit den ersten Seiten seines Buches „Mörderfinder: Die Macht des Täters“ in seinen Bann. Foto: Heinzel

Dadurch gewährt der Schriftsteller einen Einblick in seinen Schaffensprozess sowie den Buch- und Verlagsbetrieb. Bereits zu Beginn der Lesung hatte er zudem einen Einblick in seine Schreibblockade während der Pandemie gewährt. Sie habe sich erst gelöst, als er das Ganze über eine anderthalbseitige, beißende und humorvolle Abrechnung mit Corona, die er auch vortrug, verarbeitete.

Die Besucher lernten ein wenig den Menschen und Autor Arno Strobel kennen. Beispielsweise, dass ihn die Werke von Karl May zum Lesen animiert hätten, er aber Stephen King für den „Godfather aller Schriftsteller“ hält. Die wichtigste Frage für einen Autor sei übrigens: „Was wäre wenn…“ Bei der Beantwortung entwickelten sich aus alltäglichen Situationen Buchideen. Übrigens würden einem die Leser das Töten eines Tieres sehr übel nehmen. Menschliche Opfer seien kein Problem, aber „eine Katze töten geht gar nicht“. Persönlich lese er zwar auch Thriller, könne dies aber nicht mehr unbedarft tun. Er analysiere die Arbeit der Kollegen, schließlich kenne er ja die Tricks und Mechanismen.

Arno Strobel verkündete zudem, dass sein nächstes Buch „Fake“ am 31. August erscheine und der nächste Thriller mit Max Bischoff im März 2023 veröffentlicht werden soll. Dann beschloss er den Abend mit einer Demonstration seiner Kunst und las die Kurzgeschichte „Die Fliege“ vor. Dabei schildert er sehr lebendig, mitreißend, spannend und plastisch den Kampf zwischen „David und Goliath“. Mit viel Applaus und Begeisterung honorierten die Besucher eine gelungene Lesung, die ohne Abstriche weiterzuempfehlen ist.

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