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Ausstellung: Tropfenwelten im Bürgerhaus

Margarita Winkelmann zeigt in Strücklingen Bilder mit der Airbrush-Technik. Die 33-jährige Künstlerin wurde in Lettland geboren.

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Begrüßung ohne Vernissage: Marlies Jakobi vom Bürgerverein (links) muss die Ausstellung von Margarita Winkelmann ohne Publikum eröffnen. Deren Werke sind noch bis Ende März zu sehen. Foto: Hellmann

Begrüßung ohne Vernissage: Marlies Jakobi vom Bürgerverein (links) muss die Ausstellung von Margarita Winkelmann ohne Publikum eröffnen. Deren Werke sind noch bis Ende März zu sehen. Foto: Hellmann

Im Bürgerhaus Strücklingen, dem "Strukeljer Mandehuus" präsentiert derzeit die 33-jährige Margarita Winkelmann aus Elisabethfehn eine Kunstausstellung. Unter dem Motto "Farbige Tropfenwelten" zeigt sie noch bis Ende März 12 Gemälde in Acryl und in Öl.

Es ist bereits die zweite Kunstausstellung, die der Bürgerverein Strücklingen im StrukeljerMandehuus an der Hauptstraße der Öffentlichkeit präsentiert. In den Monaten Dezember und Januar zeigte die in Strücklingen beheimatete Malerin Ursula Bollenhoff zahlreiche ihre Kunstwerke.

"Die Ausstellung von Ursula Bollenhoff ist auf großes Interesse in der Bevölkerung gestoßen", betont Marlies Jakobi vom Bürgerverein. Trotz der Pandemie seien viele heimische Besucher, aber auch Gäste von außerhalb, gekommen um sich die Bilder anzusehen, erzählt sie. "Ich hoffe, dass auch die Werke von Margarita Winkelmann wieder eine sogroße Anziehungskraft auslösen und uns erneut viele Besucher im Bürgerhaus bescheren."

Ausstellungen in Dortmund, Hamburg und Oldenburg

Winkelmann, die mit ihrer Familie in Elisabethfehn lebt, war mit ihren Gemälden bereits auf Ausstellungen in Dortmund, Hamburg, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Oldenburg, Aurich und in Leer vertreten. Die Strücklinger Ausstellung zeigt Gemälde, die zwischen 2012 und 2017 entstanden sind.

"Die Art der Darstellung kleinster Tropfen als Nahaufnahme birgt schon bei oberflächlicher Betrachtung etwas Fesselndes und Faszinierendes", erläutert Winkelmann ihre Arbeit. "Es mag zum einen daran liegen, dass dem bloßen Auge die übergroße Erscheinung eines Wassertropfens ohne Hilfsmittel verborgen bleibt, zum anderen, dass die Übergröße und damit die außerordentliche Nähe des Motivs seine ausgeschnittene Umgebung als eine andere, fremde Welt erscheinen lässt." Bei näherer Betrachtung könne sich das Auge des Betrachters in der Vielfalt der Farbnuancierungen und Farbverläufe verlieren, die Winkelmann mit Hilfe der Airbrush-Technik erreicht.

Mit 18 Jahren ging sie nach Riga

Margarita Winkelmann wurde 1987 in Ventspils, einer Hafenstadt in Lettland, geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie mit ihren 3 älteren Brüdern auf dem Lande, einer Region voller Seen und Wälder. Sie durchlief das zwölfjährige lettische Schulsystem und zog nach ihrem Schulabschluss mit 18 Jahren nach Riga.

2009 kam sie als Au-pair-Mädchen nach Deutschland. "In Deutschland hatte ich das erste Mal Zeit mir einen Lebenstraum zu erfüllen", erzählt sie. "2011 begann ich zu malen." Wegen der Corona-Pandemie dürfen Ausstellungen derzeit nicht geöffnet werden. Bis auf Weiteres kann man die Bilder deshalb nur durch die Fensterscheiben betrachten.

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