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Arbeit an Sonderausstellung läuft weiter

Das Museum im Zeughaus in Vechta hat seine Türen unter Corona-Auflagen geöffnet. Vor allem Familien nutzen das Angebot.

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Die Besucherzahl in den Ausstellungsräumen ist begrenzt, sagt Museumsleiter Kai Jansen.  Foto: Hagedorn

Die Besucherzahl in den Ausstellungsräumen ist begrenzt, sagt Museumsleiter Kai Jansen.  Foto: Hagedorn

Auch Kultureinrichtungen sind an Vorschriften in der Corona-Krise gebunden. Das hält die Mitarbeiter des Museums im Zeughaus in Vechta aber nicht von ihrer Arbeit ab. Nach siebenwöchiger Schließung sind die Türen für das Publikum wieder geöffnet, selbstverständlich nur unter Auflagen. Die geplante Sonderausstellung "Ein Stück Daheim. Spätaussiedler im Oldenburger Münsterland" können die Besucher allerdings noch nicht sehen.

Am 13. März hatte das Museum schließen müssen. Forschung und Verwaltung jedoch betraf das nicht, berichtet Museumsleiter Kai Jansen. Vor allem die Mitarbeiter, die eher hinter den Kulissen tätig seien, hätten wie gewohnt weiter gearbeitet. Zum Museum gehören schließlich auch ein Depot und Werkstätten. Dort werden Exponate, die zurzeit nicht ausgestellt werden, gelagert, gepflegt und restauriert. 

Organisation der Burgmannentage unter Vorbehalt

Schon rund zwei Wochen vor der Wiedereröffnung haben Jansen und sein Team dann begonnen, die Ausstellungen den neuen Vorgaben entsprechend umzubauen, um möglichst schnell Besucher empfangen zu können. „Mir war es wichtig, das Museum als wichtiges Kulturangebot in Vechta den Bürgerinnen und Bürgern wieder zur Verfügung zu stellen", sagt der Leiter.

Mitten in Vechta: Seit dem 6. Mai hat das Museum im Zeughaus Vechta seine Türen wieder geöffnet. Foto: HagedornMitten in Vechta: Seit dem 6. Mai hat das Museum im Zeughaus Vechta seine Türen wieder geöffnet. Foto: Hagedorn

Auch die Vorbereitungen für "Ein Stück Daheim. Spätaussiedler im Oldenburger Münsterland", die ursprünglich zwischen dem 23. April und dem 23. August stattfinden sollte und durch die Corona-Krise verschoben werden musste, gingen weiter. In der Ausstellung geht es um osteuropäische und russische Auswanderer, die in den 1990er Jahren ins Oldenburger Münsterland kamen. Die Exponate bestehen aus persönlichen, kulturellen und religiösen Gegenständen, die sie mitgebracht haben. Die Ergebnisse werden ab Ende Juni im Museum im Zeughaus zu sehen sein, kündigt Jansen an.

Ein Problem sei, dass die Beteiligten der Ausstellung zum großen Teil aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehörten und daher nicht an einer offiziellen Eröffnung teilnehmen könnten. Deshalb werden Jansen und sein Team auf eine Eröffnungsveranstaltung verzichten. Sofern die Möglichkeit besteht, wollen sie die Veranstaltung in einem anderen Format nachholen. 

„Die Menschen wollen wieder ins Museum gehen."Kai Jansen, Museumsleiter

Auch die Organisation der Burgmannen-Tage, die planmäßig am 26. und 27. September zum 22. Mal stattfinden würden, geht unter Vorbehalt weiter. Ob der Mittelalter-Markt stattfindet, kann Jansen noch nicht sagen. Das Interesse von Seiten der Künstler und Gruppen, die jedes Jahr für ein paar Tage anreisen, sei vorhanden. Die Anmeldungen kommen, so Jansen. Einige der Akteure stammen jedoch aus dem Ausland, weshalb nicht sicher sei, ob sie trotz der Corona-Maßnahmen einreisen können.

Einrichtung hält sich an die Hygieneauflagen

Für Jansen steht fest: „Die Menschen wollen wieder ins Museum gehen." Obwohl die Besucherzahlen leicht niedriger seien als vor der Schließung, bestehe das Interesse. Allerdings fielen Schul- und Jugendgruppen derzeit weg. Zudem sei die Besucherzahl in den verschiedenen Räumen begrenzt. Auch die zum Museum gehörige Burganlage "Castrum Vechtense" sei in den Wochen seit der Wiedereröffnung gut besucht, vor allem von Familien, die "einfach mal raus wollten", berichtet der Leiter.

Die Einrichtung befolgt die Empfehlungen und Regeln des Deutschen Museumsbundes und des Museumsverbandes Niedersachsen und Bremen. Es gibt Hinweisschilder, Desinfektionsmittelspender und Abstandsregelungen. Doch das sollte niemanden von einem Besuch abhalten. Das Tragen von Mundschutz ist beispielsweise freiwillig und keine Pflicht. Das Museumscafé ist zwar geschlossen, die Sitzmöglichkeiten sind jedoch, so weit wie möglich, erhalten geblieben. "Wir wollen, dass sich jeder wohl fühlt", sagt Jansen.

  • Info: Das Museum im Zeughaus ist dienstags bis sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr, geöffnet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.museum-vechta.de.

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