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Annegret Renschen: „Flexibilität macht Spaß“

Hinter den Kulissen des Museumsdorfes wird während des Lockdowns weiter gearbeitet. Derweil hoffen die Verantwortlichen auf eine Öffnungsperspektive.

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Immer flexibel: Annegret Renschen war im Museumsdorf in verschiedenen Bereichen tätig. Foto: S. Kaiser

Immer flexibel: Annegret Renschen war im Museumsdorf in verschiedenen Bereichen tätig. Foto: S. Kaiser

Noch immer ist das Museumsdorf für Besucher geschlossen, die VErantwortlichen hoffen auf eine Öffnungsperspektive. Trotzdem laufen die Planungen für die Saison und es spielt sich so einiges hinter den Kulissen ab. Im Interview erzählt Annegret Renschen, die von Beruf eigentlich Apothekenhelferin ist.

Wie kam es dazu, dass Sie mit diesem Hintergrund im Museum gelandet sind?
Ich musste mich aus privaten Gründen umorientieren und habe mich auf die nächste freie Stelle beworben. So kam ich im November 1998 als Reinigungskraft ins Museumsdorf. In diesem Bereich bin ich auch lange Zeit tätig gewesen, aber im Laufe der Jahre bin ich zum „Mädchen für alles“ geworden. Ich habe in der Telefon-Zentrale und im Buchladen ausgeholfen, bei Ausstellungseröffnungen war ich die „Sektmieze“.“

Da gab es doch sicher auch das eine oder andere Kuriose in dieser langen Zeit?
Oh ja! Früher haben sich die Kollegen manchmal schwindelig gesucht nach irgendwelchen Objekten. Dann wurde ich gefragt, weil ich als Reinigungskraft einen guten Überblick hatte. Das ist inzwischen natürlich besser organisiert. Ich habe auch gelegentlich abends um acht Uhr einen Anruf bekommen, ob ich kommen und die verspätet fertig gewordene neue Sonderausstellung noch mal durchwischen könne.

Was macht Ihren derzeitigen Arbeitsbereich aus?
Auch in den letzten Jahren habe ich immer mit angepackt, wo gerade Hände gebraucht wurden. Ich habe zum Beispiel für die jahreszeitlichen Dekorationen in den Häusern im Museumsgelände gesorgt oder beim Schießbudenaufbau zur historischen Dorfkirmes geholfen. Ich habe Getränke beim Pferdetag verkauft oder Erdbeerbowle zur Ausstellungseröffnung angesetzt. Ich arbeite aber auch der Presseabteilung und der Buchhaltung zu. Hauptsächlich bin ich im Moment im Bereich Digitalisierung der Museumsarchivalien beschäftigt. In diesem Zusammenhang geht es aktuell um die Geschäftsunterlagen des Museumsdorfs ab 1928 für unsere Provenienzforschung. Damit werde ich bis Ende Juli, wenn ich in Rente gehe, gut beschäftigt sein.

Wie lautet Ihr Fazit zu ihrem beruflichen Werdegang?
Flexibilität macht Spaß und man lernt viele interessante Bereiche kennen.

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