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Alfons Lücking: "Ich hoffe, dass die Menschen schnell wieder begeistert sind"

Beim Stadthallen-Geschäftsführer vermischen sich Freude und Hoffnung nach der Corona-Zwangspause. Zurzeit verspürt er noch eine gewisse Zurückhaltung der Menschen beim Ticketkauf.

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Stadthallen-Geschäftsführer: Alfons Lücking. Foto: Hermes

Stadthallen-Geschäftsführer: Alfons Lücking. Foto: Hermes

Zahlreiche Musikerinnen auf der Bühne, viel Applaus aus dem Publikum und eine fast ausverkaufte Stadthalle: Am Sonntagabend war „Scala & Kolacny Brothers“ in Cloppenburg zu Gast. Die Einrichtung bietet nach der Corona-Pause wieder zahlreiche Veranstaltungen an. Viele davon sind Termine, die aufgrund von Verschiebungen nun nachgeholt werden.

"Wir waren mit dem Abend sehr zufrieden, die Stimmung war gut", erklärte Geschäftsführer Alfons Lücking im Gespräch mit OM-Online. Im Team seien alle froh, dass sie nun wieder etwas anbieten können. "Wir hoffen, dass das so bleibt", so Lücking weiter. Einen kleinen Dämpfer im Aufschwung spüre er aber noch, denn größtenteils würden die Karten noch aus dem Verkauf vor der Pandemie stammen. Neue Tickets seien noch nicht wieder so gefragt.

Lücking vermutet verschiedene Faktoren. Einige seien bei größeren Veranstaltungen noch vorsichtig wegen Corona, andere hätten noch verschiedene Tickets aus 2020. Auch die Angst vor allgemeinen Preissteigerungen wegen des Ukraine-Krieges dürften bei der Freizeitgestaltung und den Möglichkeiten eine Rolle spielen. Selbst Ticketinhaber nutzen nicht alle ihre Karten. Zurzeit registriere man zwischen 10 und 15 Prozent, die nicht kommen.

Überzeugten das Publikum: Scala & Kolacny Brothers waren in der Stadthalle zu Gast.   Foto: HermesÜberzeugten das Publikum: "Scala & Kolacny Brothers" waren in der Stadthalle zu Gast.   Foto: Hermes

"Fans holen sich sicherlich gezielt Karten, aber einfach aus Lust auf einen schönen Abend, ist es noch zurückhaltend", berichtet der Geschäftsführer. Dies gehe vielen in der Branche so, so sei zum Beispiel das Aquanautik-Festival in Oldenburg aufgrund fehlender Resonanz abgesagt worden. Auch die Veranstalter seien mit Blick auf den Herbst mit ihren Buchungen noch vorsichtig. "Ich hoffe, dass die Menschen schnell von Veranstaltungen wieder begeistert sind", sagt Lücking.

Populäre Rock-, Hiphop- sowie Pop-Songs im klassischen Arrangement

„Scala & Kolacny Brothers“ jedenfalls überzeugten das Publikum. "Es freut uns, hier auftreten zu dürfen", erklärte Dirigent Stijn Kolacny, der von seinem Bruder Steven Kolacny am Klavier begleitet wurde. Das Konzept des reinen Frauenchores, populäre Rock-, Hiphop- sowie Popsongs in einem klassischen Arrangement neu zu interpretieren, kam gut an.

Die Sängerinnen aus Aarschot in Belgien hatten eine große Bandbreite dabei, unter anderem präsentierten sie anfangs "Engel" von Rammstein, "The Book of Love" von Peter Gabriel oder "Here comes the sun" von den Beatles. Während der Beginn noch eher ruhig anmutete, lockerte sich die Stimmung im Laufe des Konzertes mit schnelleren Liedern immer weiter auf. Ergebnis waren am Ende Standing Ovations und die Forderung nach mehreren Zugaben.

Foto: HermesFoto: Hermes

Für Lacher im Publikum sorgte Stijn Kolacny bei der Ankündigung „Emanuela“ von Fettes Brot. "Deutsch bleibt für uns eine schwere Sprache, das kommt einem manchmal wie Mandarin-Chinesisch vor. Wie macht Ihr das?", fragte der Dirigent. Flämisch sei zwar ähnlich, aber gerade dies sei eine Falle. Zustimmung kam von seinem Bruder Steven: "Kennst du das Wort Stützstrumpfhose?"

In Cloppenburg machte der Chor mit seiner „Mädchennamen“-Tour Station. Das Konzept ist einfach: In vielen Titeln der Songs wird der Name eines Mädchens oder einer Frau erwähnt. „Songs von Frauen über Frauen“ – so könnte man es zusammenfassen. Neben den Konzerten hatten es in der Vergangenheit immer wieder Cover-Songs des Chores in diverse Trailer von Oscar-nominierten Filmen geschafft. Zuletzt landete das Cover von „Smells like teen spirit“ in der Serie „Kurt Cobain – Montage of Heck“ sowie das Cover von Alanis Morisette’s „You Ought To Know“ in der Dokumentation zu ihrem Album „Jagged Little Pill“.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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