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Ad Vanderveen überzeugt mit Handgemachtem für verrückte Zeiten

Ad Vanderveen bringt mit "Air Guitar" musikalische Lebensfreude zurück auf die Bühne des Kulturbahnhofs Neuenkirchen-Vörden. Mit weniger als 20 Zuhörern war es eine eher kleine Runde.

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Viel Spielfreude: Ad Vanderveen mit Bühnenpartnerin Kersten de Ligny.  Foto: Röttgers

Viel Spielfreude: Ad Vanderveen mit Bühnenpartnerin Kersten de Ligny.  Foto: Röttgers

Zurück auf die Bühne: Aller Anfang ist schwer – nach 2 Jahren pandemiebedingter Pause unternahm am vergangenen Samstagabend der Kulturbahnhof Neuenkirchen mit Ad Vanderveen die ersten Gehversuche in Richtung Neustart seiner Konzertreihe.

Auch für den aus den Niederlanden stammenden Künstler selber war es so etwas wie eine Premiere, nach dem gesetzlich verordneten Lockdown endlich wieder in Deutschland spielen zu dürfen.

„Es ist so schön, wieder zurück zu sein“, freute sich ein sichtlich zufriedener Vollblutmusiker Vanderveen, der seine guten Deutschkenntnisse während dieser Zeit der Isolation nicht verloren hat.

Kulturbahnhof setzte bewusst auf „einen alten Bekannten“

Mit weniger als 20 Zuhörern sei es gleichwohl eine besonders „nette kleine Runde“ gewesen, wie es Dieter Blanke als Konzertorganisator eingangs zur persönlichen Begrüßung formulierte. „Wir haben verrückte Zeiten“, gestand Blanke, der nach längerer Pause ebenfalls wieder im Konzertgeschäft zurück ist.

Der Kulturbahnhof setzte für seinen Neustart mit Vanderveen bewusst auf „einen alten Bekannten“, denn der Sänger und Liedermacher gastierte bereits vor der Pandemie 2-mal im Kulturbahnhof Neuenkirchen, sodass er nicht nur die örtlichen Begebenheiten wie Bühne, Licht, Sound und Technik sondern auch die Menschen bereits gut kannte.

Im Gepäck hatte der Niederländer neben alten Klassikern neue Stücke seines Ende Januar erschienenen Albums „Candle to you“. Die 10 Lieder des Albums seien während „seiner Zwangspause“ entstanden, wie der Interpret zwischen seinen Liedern immer wieder dem Publikum erläuterte.

„Wildfire“ im Duett mit Kerstin de Ligny

Ebenfalls ein Resultat der vielen Einflüsse des Lockdowns mit all seinen Stimmungen sei sein Album „Release“ gewesen, das im April vergangenen Jahres auf den Markt gekommen war. Hieraus gab der Musiker zusammen mit seiner Bühnenpartnerin Kersten de Ligny unter anderem „Wildfire“ zum Besten.

„Alles brennt, alles ertrinkt um uns herum“, erklärte Vanderveen dazu vorab den Titel und die Bedeutung seines englischsprachigen Liedes. Seine Verarbeitung der Pandemie lautete ins Deutsche sinngemäß übersetzt dazu: „Niemand sieht, wovor uns die Natur bereits gewarnt hat!“

„Make it big, but it don’t matter where or what you are“

Doch nicht nur nachdenklich stimmende Gedanken brachte Vanderveen auf die Bühne. Seine lebensfrohe Mitmach-Botschaft lautete „easy on the joints, easy on the ear, you can even be a star”, so Vanderveen in seinem Lied „Air guitar“ als letztes Stück auf seinem jüngsten Album.

„Make it big, but it don’t matter where or what you are – playing air guitar!”, rief Vanderveen so zu grenzenloser Spielfreude auf, dass es keine Rolle spiele, wer oder was man ist. Hauptsache, man habe seine allergrößte Spielfreude an der Luftgitarre. „The greatest feel and sound by far – air guitar!”

  • Info: Am kommenden Samstag (9. April) geht es im Kulturbahnhof Neuenkirchen-Vörden musikalisch weiter: Ab 20 Uhr sind „The Tributing Wilburys“ mit Hits von den Beatles, Electric Light Orchestra, Tom Petty & The Heartbreakers und anderen zu Gast. Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse.

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