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200 Jahre Neuscharrel: Herbert Bley stellt Ideen für Jubiläums-Denkmal vor

Der Böseler Künstler und frühere Rektor hat sich Gedanken gemacht: Ein Baum soll für Lebendigkeit stehen. Seine Blätter sind den Vereinen gewidmet. Das Wappen des Ortes wird im Sockel montiert.

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Mit dem Neuscharreler Wappen: Herbert Bley zeigt die Tontafel, die noch gebrannt werden muss. Foto: Claudia Wimberg

Mit dem Neuscharreler Wappen: Herbert Bley zeigt die Tontafel, die noch gebrannt werden muss. Foto: Claudia Wimberg

Der Baum steht für Beständigkeit und symbolisiert ein lebendiges Leben. 12 Stangen bilden seinen stählernen Stamm, 12 Blätter von Eiche, Buche und Birke formen die Krone und sind den Vereinen gewidmet, die darauf mal mit Logo und mal mit Emblem verewigt werden.

Herbert Bley verbindet das Alte mit dem Neuen: „Der Baum bedeutet Gegenwart und beweist die Vielfalt des Ortes“, interpretiert der Böseler Künstler und Rektor im Ruhestand. Der Sockel verkörpert die Vergangenheit, vor allem durch die alten Klinker, mit denen er gemauert wird. Mit rund 200 Jahren ebenso alt wie der Ort, aus dem sie stammen.

Grober Entwurf: das Denkmal  zum 200-jährigen Bestehen.Grober Entwurf: das Denkmal zum 200-jährigen Bestehen.

„Neuscharrel – ein lebendiges Dorf mit Zukunft“ lautet das Motto zum Jubiläum. Ob es im September gefeiert werden kann, ist zwar fraglich, aber das Organisationsteam macht mit allerhand Aktionen auf den runden Geburtstag aufmerksam. Als besondere Attraktion soll das Denkmal vor dem Jugend- und Pfarrheim für eine bleibende Erinnerung sorgen. Das Fundament ist bereits gegossen, die Einzelteile allesamt geplant.

Fundament gegossen: Werner Engbers, Ludger Engling (vorne von links)  sowie Bernd Janssen und Stefan Ewen legten Hand an. Foto: Hans WernerFundament gegossen: Werner Engbers, Ludger Engling (vorne von links)  sowie Bernd Janssen und Stefan Ewen legten Hand an. Foto: Hans Werner

Optisch ansprechend, mit natürlichen Formen und ohne Farbanstrich. „Das würde auch nicht passen“, sagt Bley und verweist auf Schwarzmetall als Grundmaterial, aus dem die Elemente vielfach per Lasertechnik von Neuscharreler Firmen gefertigt werden.

Der Künstler hat derweil bereits das Neuscharreler Wappen auf 3 Tontafeln übertragen, die an 3 Seiten des Sockels befestigt werden. Die 4. wird mit einer Tafel versehen, die auf die 4 Ortsteile Neuscharrel, Kanal, Achterhörn und Heetberg aufmerksam macht. Ein sogenanntes Riemchen umläuft den gesamten Unterbau mit dem eingearbeiteten Schriftzug „Neuscharrel 1821 – 2021.“

Der Lebens- und Vereinsbaum ist mit einer Höhe von rund 2,50 Meter geplant, insgesamt erstreckt sich das neue Denkmal an zentraler Stelle auf rund 3,50 Meter. Um es im wahrsten Sinne auch ins rechte Licht zu rücken, soll es nach der Einweihung angestrahlt werden. Die technischen Voraussetzungen sind bereits getroffen worden, wie Hans Werner, Sprecher des Organisationsteams mitteilte. Das Denkmal soll auch im kommenden „Extrablatt“, das die Mitglieder anlässlich des Jubiläums regelmäßig herausgeben, ein Thema sein.

Blätter: Das Motiv des Schützenvereins auf einem Eichenblatt.Blätter: Das Motiv des Schützenvereins auf einem Eichenblatt.

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