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100 Jahre: Sängerbund "Heimattreu" gibt Chronik heraus

Der Zusammenschluss von Chören im Landkreis Cloppenburg wurde am 2. August 1921 gegründet. Nun gab es eine kleine Feierstunde am Gründungsort im Bahnhof.

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Heinrich Schrandt (links) und Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese. Foto: Hermes

Heinrich Schrandt (links) und Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese. Foto: Hermes

Genau 100 Jahre ist es her, dass der Sängerbund „Heimattreu“ gegründet wurde. Und ein Jahrhundert später traf sich der Vorstand nun am Ort des Geschehens wieder: In der Bahnhofsgaststätte in Cloppenburg übergab der Vorsitzende Heinrich Schrandt eine Chronik an Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese.

„Alle 29 Chöre haben ihre Vereinsgeschichte in einer kurzen Übersicht dargestellt. Vielen Dank dafür“, erklärte Schrandt. Er wies darauf hin, dass die Sängerinnen und Sänger deutschlandweit nach Sportvereinen die größte Gruppe sind, die sich wöchentlich trifft. „Wir hoffen, dass nach der eineinhalbjährigen Ruhepause nun die Aktivitäten wieder beginnen können.“

Die nun veröffentlichte Chronik ist 325 Seiten dick und 1200 Gramm schwer. Von 550 gedruckten Exemplaren sind bereits 450 an die Vereine verkauft worden. Der Restbestand kann in der Buchhandlung Terwelp erworben werden. 500 Euro des Erlöses spendet der Sängerbund an Opfer der Flutkatastrophe.

Chronik übergeben: Der Sängerbund ist stolz auf das Werk mit 325 Seiten. Foto: HermesChronik übergeben: Der Sängerbund ist stolz auf das Werk mit 325 Seiten. Foto: Hermes

Trotz der Widrigkeiten während der Pandemie habe in der Entstehung und Produktion des Buches alles gut ineinandergegriffen, so Schrandt. Einen Dank richtete er auch an seine Vorstandskollegen und im Besonderen an Karl Sieverding für das Engagement.

Gegründet wurde der Sängerbund am 2. August 1921, zum Vorsitzenden wurde Hermann Imsiecke aus Cloppenburg gewählt. Chöre gab es zu diesem Zeitpunkt schon in vielen Gemeinden des Landkreises, aber es gab keine gemeinsame Koordination. Acht Chöre hatten den Grundstein gelegt. Johannes Ostendorf, Dorflehrer und Leiter des Bührener Männerchores, sah so auch mehr Möglichkeiten, dem Gesang größere Bedeutung zu verschaffen. Heute sind 26 Erwachsenenchöre sowie drei Kinder- und Jugendchöre hier zusammengeschlossen, insgesamt zählt der Sängerbund rund 1000 Mitglieder.

Bis heute gab es 87 Chorfeste

Bis heute haben mit Ausnahme der Kriegsjahre und der Corona-Pandemie 87 Chorfeste stattgefunden, 1922 fand die erste Großveranstaltung in Löningen statt. Neben den historischen Daten finden sich auch kleine Anekdoten in der Chronik wieder. So mussten 1923 aufgrund der Inflation noch während des Sängerfestes in Bühren die Preise erhöht werden. Am Ende gab es einen Überschuss von zwei Millionen Mark.

Wiese bedankte sich für das Geschenk und lobte die ehrenamtliche Arbeit. „Wenn Geschichte nicht aufgeschrieben wird, ist sie irgendwann weg“, so der Bürgermeister. Der Landkreis sei eine Region, wo gut und gerne gesungen und musiziert werde.

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