Ein neuer Rechner für den Klimaschutz
"Sports for Future" präsentiert sein neues Projekt. Die Vereine können kostenlos ihre CO₂-Emissionen ermitteln.
Steffen Lünsmann | 22.06.2023
"Sports for Future" präsentiert sein neues Projekt. Die Vereine können kostenlos ihre CO₂-Emissionen ermitteln.
Steffen Lünsmann | 22.06.2023

Einsatz für den Klimaschutz: Stefan und Barbara Wagner. Foto: Wenzel
Der Sport ist ein Teil des Problems – er soll aber auch ein Teil der Lösung sein. Diesem Ziel hat sich die 2019 in Mühlen gegründete Initiative „Sports for Future“ verschrieben. Der Verein mit Stefan Wagner an der Spitze sowie Claudia Fischer als zweite Vorsitzende und Barbara Wagner als Schatzmeisterin fördert den Klimaschutz aus dem Sport heraus. Seit der Gründung hat sich ein großes Netzwerk gebildet, dem sich zahlreiche Verbände, Vereine und Einzelsportler angeschlossen haben. Das Motto: Gemeinsam den Klimaschutz voranbringen. Auf diesem Weg hat „Sports for Future“ nun mit einigen Kooperationspartnern ein weiteres Projekt ins Leben gerufen: den CO2-Rechner für Sportvereine. „Nach fast zwei Jahren von der Idee bis zur Umsetzung freuen wir uns, heute den kostenlosen CO2-Rechner für Sportvereine präsentieren zu können. Damit haben nun auch kleinere Sportvereine die Möglichkeit, ihre eigenen Emissionen zu berechnen und daraus entsprechende Handlungen für den Klimaschutz abzuleiten“, sagte der Mühlener Stefan Wagner bei der Präsentation des Rechners, der unter anderem auf der Webseite sportsforfuture.de eingebunden ist. Das Projekt war gemeinschaftlich mit dem Freiburger Kreis, der TSC Eintracht Dortmund und der Organisation myclimate entwickelt worden. Die Motivation zur Entwicklung war, dass es gerade kleineren Vereinen an personellen und finanziellen Ressourcen fehlt, um die eigenen Emissionen zu ermitteln und Verbesserungsbereiche auszumachen. Herkömmliche CO2-Rechner seien für Sportvereine außerdem nicht geeignet. Der neue Sportvereinsrechner erfasst Daten der Mobilität zu Wettkämpfen, Sportevents, Energie- und Wasserverbrauch sowie Müllentstehung. Laut Sports for Future entstehen dadurch Handlungsmöglichkeiten für Reduktionsmaßnahmen. Das frei zugängliche Angebot soll dazu führen, dass in möglichst vielen Sportvereinen ein Bewusstsein für den CO2-Fußabdruck entsteht. Das Verständnis für den Klimaschutz soll dadurch wachsen. Nicht nur bei den Funktionären, sondern auch bei den Mitgliedern, die das Thema in die Gesellschaft tragen. Der Rechner soll auch von einer Art Schwarmintelligenz profitieren: Je mehr Vereine ihre Daten einpflegen, desto genauer können Erfahrungswerte hinterlegt werden. Aus diesen könne man dann Handlungsempfehlungen für die Vereine ableiten. Sports for Future stellte bei diesem Projekt die Finanzierung sicher. Neben Eigenmitteln des Vereins leistete auch die „Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima“ finanzielle Unterstützung. Myclimate übernahm die technische und wissenschaftliche Umsetzung, während sich der Freiburger Kreis und der TSC Eintracht Dortmund um die Datenerhebung und die Koordination kümmerten. Jan Engel vom Dortmunder Sportverein stellte bereits fest: „Dass die Trainings- und Wettkampfmobilität einen so großen Anteil unserer Teibhausgasemissionen einnimmt, hat uns überrascht.“ Der Klub will sich nun mit diesem Thema beschäftigen.Je mehr Vereine teilnehmen, desto besser
Unser neuer Podcast: "OM-Kompakt. Der Tag." Der tägliche Nachrichtenüberblick aus dem Oldenburger Münsterland. Klar, verständlich und auf den Punkt beleuchten wir, was unsere Region heute bewegt hat. Jetzt hier anhören!